Gute Lehrpersonen & halbherzige Arbeitseinstellung
These: Noten zerstören Kollaboration
Thomas Gurskey erklärt im Interview (ab Minute 4.00), weshalb Noten fast immer Konkurrenz zwischen Lernenden erzeugen und sie so an der Zusammenarbeit hindern. Wenn Bewertungen Lernprozesse (und nicht Normen betreffen), wäre das nach der Ansicht von Gurskey anders.
Tweet: Gute Lehrpersonen müssen Schüler*innen erreichen, denen Noten egal sind
Aus der Perspektive des Vaters sagt der Informationsdesigner Oliver Reichenstein: Schlechte Lehrpersonen erreichen die bemühten und fleißigen Schüler*innen, weil die sich an alle anpassen, die sie bewerten. Gute Lehrpersonen können in allen ein Licht entfachen.
If all you reach as a teacher are the overachievers, lonely scholars and eager beavers, you're weak. They suck up to anyone who grades them. You are really good at what you do when you can light a fire in the smart and wild, the too cool for school and the ever bored.
— Oliver Reichenstein (@reichenstein) November 23, 2021
Text: Wie aus Prüfungen eine halbherzige Arbeitseinstellung entsteht
César Hidalgo hat in einem viel beachteten Twitter-Thread erklärt (hier als Text verfügbar) erklärt, weshalb Studierende durch Prüfungen schlecht auf ihr Studium vorbereitet werden.
Das Grundproblem: Wissenschaftliche Arbeit besteht darin, Lernprodukte immer und immer wieder zu überarbeiten. Prüfungen sehen nur einen Versuch vor, der dann bewertet wird. Weil das in der Lernsozialisation auf Schüler*innen abfärbt, erwerben sie die Fähigkeit, Arbeiten permanent zu überarbeiten, nicht im ausreichenden Maße.
